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Bei uns steht die Wurfkiste im
"Katzenzimmer" direkt neben unserem Schlafzimmer. So ist für Ruhe und Geborgenheit
während der Neugeborenenphase gesorgt, gleichzeitig werden wir das
"Nest" unauffällig, aber beständig im Auge haben.
Normal entwickelte Kitten besitzen von
Anfang an einen kräftigen Saugreflex; sie nehmen sofort nach der
Geburt die so wichtige Kolostralmilch auf, die ihnen den Start in ein
gesundes Leben ermöglicht. Die Zusammensetzung der Kolostralmilch
ist einzigartig. Sie enthält sämtliche Vitamine, Spurenelemente
und Aminosäuren, dazu Immunglobuline und Wachstumsfaktoren für
eine Ausbalancierung des Zellstoffwechsels. Sie enthält natürlich
vorkommende hochspezialisierte Antikörper, die für die Infektabwehr
und das Gleichgewicht des Immunsystems unverzichtbar sind.
Heilige Birmakätzchen werden, wie alle Katzenwelpen,
mit geschlossenen Augen und Ohren geboren.
Täglich werden die kleinen Mäuse in den ersten
beiden Wochen gewogen, später einmal wöchentlich. Das Geburtsgewicht
sollte sich nach einer Woche etwa verdoppelt haben.
Bereits in dieser Zeit erleben die Kitten den Kontakt und
die Nähe des Menschen als etwas Selbstverständliches und Positives.
Der erste Schritt zu einer optimalen Sozialisierung.
Mit der 3. Lebenswoche beginnt die so genannte Übergangsphase
(unsere Kitten sind inzwischen in die Stube umgezogen). In dieser Zeit
entwickeln sich das Seh- und Hörvermögen: Augen und Ohren öffnen
sich meist zwischen dem 10 bis 14 Tag. Die Kätzchen versuchen, auf
wackeligen Beinchen in der Wurfkiste herumzulaufen.
In der 3. und 4. Lebenswoche werden riesige Lernfortschritte
gemacht. Die Kätzchen verlassen ihr sicheres Nest, um täglich
größere Kreise zu ziehen, zunächst in ihrem Katzenzimmer,
schließlich sind sie überall im Haus anzutreffen und man muss
zusehen, alle Gefahrenquellen für die Kleinen auszuschließen.
Der
Übergangsphase folgt die Prägungsphase, etwa von der 4. Lebenswoche
an. Was eine Katze in dieser Zeit erlebt, vergisst sie nie mehr. Wird
diese Zeit nicht intensiv genutzt, ist sie für immer verloren. Das
bedeutet für uns, so oft und ausgiebig wie nur möglich für
positive Erfahrungen zu sorgen. Alltägliche Situationen und Geräusche,
z.B. von Staubsauger, Radio oder Fernseher, spielende Kinder, andere Haustiere
und Besucher werden von uns in das Welpenumfeld einbezogen. Wir spielen
sehr häufig eine Geräusche-CD ab um vor allen Dingen sehr laute
Knallgeräusche als "normal" anzusehen.
Ganz wichtig für uns ist es, dass die Kätzchen
in dieser Zeit nur positive Erfahrungen sammeln. Ein weiterer Grundstein
für ein vertrauensvolles Zusammenleben mit den Menschen wird gelegt.
Fehler in dieser Zeit können kaum mehr gutgemacht werden.
Ab der 6. Lebenswoche dürfen die ersten Besucher kommen.
Für unsere Kätzchen ist es ein weiterer Schritt zu einer guten
Sozialisierung, fremde, nicht zur Familie gehörende Menschen kennen
zu lernen.
Am
liebsten überall gleichzeitig sein, ist die Devise.
Aufgeweckte Kätzchen interessieren sich einfach
für alles und nichts ist vor ihnen sicher. Bei ihren Ausflügen
lernen die Welpen auch die Hunde der Familie kennen.
Neben der Vorbereitung auf ein glückliches und
harmonisches Zusammenleben zwischen Mensch und Katze gibt es für
uns bei der Aufzucht noch weitere Aufgaben:
- Die Entwurmung der Welpen beginnt etwa ab dem 10. Lebenstag
und wird bis zur Abgabe regelmäßig fortgesetzt.
- In der 7.-8. Lebenswoche steht der erste Besuch bei
unserem Tierarzt auf dem Programm: die Kätzchen werden gründlich
untersucht und geimpft.
- in der 12. Woche kommt noch eine Impfung und Kontrolle
des Tierarztes. Wenn alles in Ordnung ist, dürfen die Süßen dann in
der 13. Woche in ihr neues Zuhause umziehen.
Die richtige Auswahl der zukünftigen Besitzer unserer
Kätzchen liegt uns besonders am Herzen. An ganztägig berufstätige
Personen oder an Haushalte, in denen über viele Stunden keine Bezugsperson
für die kleine Katze da ist, geben wir die kleinen Katzen nur paarweise
ab.
Unsere Kittenkäufer erhalten von uns eine Mappe mit
allen wichtigen Informationen, Welpenfutter für die ersten Tage,
den Impfpass und die Ahnentafel, ein Deckchen aus der Wurfkiste, um dem
Kätzchen den vertrauten Nestgeruch mit ins neue Heim zu geben.
Die Zusicherung, bei allen Fragen und eventuellen Problemen
mit Rat und Tat zur Seite zu stehen, gehört natürlich auch dazu!
Die Entscheidung, ob ein Kätzchen vertrauensvoll und
ohne Scheu seinen Weg durchs Leben gehen wird, hängt nicht zuletzt
von der Zeit ab, die wir uns nehmen, um mit ihm zu spielen, ihn auf den
Arm zu nehmen und ihm dabei zu helfen, seine Welt zu entdecken.
Das wünschen wir uns für unsere Kätzchen:
Tierliebe Menschen, die immer für die Kätzchen da sind und sie
mit Liebe, Konsequenz, Verständnis und Verantwortungsbewusstsein
durch ein Katzenleben begleiten.
Es wird für uns wohl ein etwas wehmütiger Augenblick
werden:
D ie Kätzchen, die wir liebevoll aufgezogen haben, verlassen uns
und gehen in ihre neue Welt.
Zum Glück haben wir für unsere kleinen Schätzchen
supernette Menschen gefunden!
Und wenn am nächsten Morgen über das Telefon die
Nachricht kommt: "die erste Nacht haben wir gut überstanden",
hoffen wir das unsere Kleinen einen optimalen Start in ein glückliches
und hoffentlich gesundes Katzenleben bekommen haben!
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